Aus der Presse

Saarbrücker Zeitung vom 07.03.2019

Geld aus Kuchenverkauf an Schule geht an Kinderhilfe Saar

Die Helferinnen und Helfer der PWG-Klassen 5 bis 7 mit den Vorsitzenden der Kinderhilfe Saar e.V. Margareta von Boch (Bildmitte) und Antonia Nutting-von Boch (rechts) sowie der Inititiatorin Hannelore Schreiner (hinten, zweite v.l.). Foto: Stefan Nagel/ PWG

Merzig. 1500 Euro – diese stolze Summe kam vor kurzem bei einer Hilfsaktion der Unterstufenklassen des Peter-Wust-Gymnasiums (PWG) für die Kinderhilfe Saar zusammen. Bei einer kleinen Feierstunde überreichte die Schülervertretung des PWG im Beisein des stellvertretenden Schulleiters Andreas Brust sowie der Organisatorin der Hilfsaktion, Studienrätin Hannelore Schreiner, der Vorsitzenden der Kinderhilfe Saar, Margarita von Boch, und der stellvertretenden Vorsitzenden Antonia Nutting-von Boch einen entsprechenden Spendenscheck.

Der Erlös aus der Kuchenverkaufsaktion am PWG wird für die Förderung hilfsbedürftiger und kranker Kinder im Saarland eingesetzt. Der alljährliche Kuchen- und Plätzchenverkauf ist eine langjährige Adventstradition der Unterstufenklassen des PWG. Seit nunmehr 32 Jahren backen Schülerinnen und Schüler im Advent Kuchen und Plätzchen, die sie während der Pausen in der Aula der Schule verkaufen.

Zum wiederholten Mal wird der Spendenerlös in ein Projekt der Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie Merzig (Haus Linicus) fließen. „Ein Klinik-Clown kann kranken Kindern ein wenig Heiterkeit bringen“, erläuterte Margarita von Boch. Sie zeigte sich beeindruckt von dem großen Engagement der Schülerinnen und Schüler, um Kindern zu helfen, denen es nicht so gut gehe wie ihnen selbst. „Dies ist eine wichtige Geste für unsere Gesellschaft“, führte von Boch weiter aus.

Für den Erfolg der Spendenaktion hat der stellvertretende Schulleiter Andreas Brust gleich mehrere Erklärungen: „Zum einen sind alle hochmotiviert, weil ihr Einsatz einem guten Zweck zugutekommt. Außerdem fließt der Erlös in ein Projekt vor Ort. Es ist also transparent und sichtbar, was mit dem Geld geschieht.“ Ähnlich sehen es auch die Schülervertreter Johannes Hoffmann und Nicole Jager. Sie berichteten aus ihren eigenen Unterstufen-Erfahrungen, dass auch die Freude, einen Gewinn zu machen, sowie die Stärkung der Klassengemeinschaft die besondere Motivation der Schüler ausmache.

Ein ganz besonderer Moment war die Feierstunde für die Organisatorin des Kuchenverkaufs, Studienrätin Hannelore Schreiner. Für sie wird es nach 32 Jahren die letzte Spendenübergabe sein, denn sie wird im Sommer in den Ruhestand gehen. „1986 habe ich die Idee des Spendensammelns über Kuchenverkauf vom Illtal-Gymnasium mitgebracht und seitdem jedes Jahr den Verkauf am PWG mit großer Freude koordiniert“, berichtete Schreiner. So sei über die Jahre die sagenhafte Summe von rund 58 000 Euro zusammengekommen, Geld, von dem viele Kinder und Bedürftige über gemeinnützige Vereine in der Region profitieren konnten. „Es hätte niemand besser zu diesem Projekt passen können als unsere Kollegin Hannelore Schreiner“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Brust. Mit ihrem Blick für die Nöte und Bedürfnisse anderer habe sie nach seinen Worten über all die Jahre viel Gutes tun können und auch zum guten Ruf der Schule beigetragen. Im Namen der Schule bedankte sich Brust bei der Kollegin mit einem großen Blumenstrauß. Studienrätin Schreiner gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich jemand im Kollegium finden werde, der ihr Herzensprojekt weiterführen wird.

(tth)

Saarbrücker Zeitung vom 22.11.2018

Ein Lachen für die kleinen Patienten

Glückwunsch: Seit fünf Jahren setzen die Saarlouiser Klinikclowns für die kleinen Patienten auf das Heilmittel Lachen. Der Arzt Eduard Aspenleiter weiß was er an Sarah Steffen (rechts) und Marie-Gabriele Massa hat. FOTO: Milan Leinen

Saarlouis. Der Lichtblick auf der Kinderstation erscheint alle zwei Wochen: Zwei Klinik-Clowns amüsieren kranke Kinder im Marienhaus-Klinikum in Saarlouis. Seit fünf Jahren. Den Geburtstag begingen sie mit einer kleinen Feierstunde. lmi

„Sie haben die Fähigkeit, akute Traurigkeit zu behandeln – meist besser als wir Ärzte“, sagt Dr. Uwe Specht, Chefarzt der Kinderabteilung des Marienhaus Klinikums Saarlouis. Die Rede ist von den Klinik-Clowns Tilotamma und Lemonella, die nun seit fünf Jahren den Kindern in Saarlouis regelmäßig ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Im Zwei-Wochen-Takt verschlägt es sie in den achten Stock im Marienhaus-Klinikum St. Elisabeth, wo sie, in bunter Clownstracht gekleidet, von Krankenzimmer zu Krankenzimmer gehen. Mit Gitarre und Seifenblasen bewaffnet heißt dann die Mission: Kindersorgen vertreiben. So eine Visite lässt man sich gefallen.

Die etwas anderen Assistenzärzte, die auf das Heilmittel Lachen (Beipackzettel inklusive) schwören, das sind Marie-Gabriele Massa, alias Tilotamma, und Sarah Steffen, die den Clownsnamen Lemonella trägt. Massa ist studierte Musik- und Tanzpädagogin. In der Clownerie, sagt sie, hat sie ihre Nische gefunden. „Dabei kann ich einfach das, was ich an elementarer Freude an Musik und Tanz empfinde, unmittelbar weitergeben.“

Einem alten Hasen – Massa ist nun schon seit 16 Jahren Clownin – hat sich Sarah Steffen als Neuling angeschlossen. Die ehemalige Zahnarzthelferin hatte irgendwann das Gefühl, ein Kurswechsel sei nötig. Vor sechs Jahren fasste sie den Entschluss, eine Clowns-Ausbildung zu beginnen.

„Ich musste das alles neben meinem Beruf auf die Reihe kriegen. Das bedeutete vor allem eine Menge Überstunden.“ Die Mehrarbeit hat sich gelohnt: Seit zwei Jahren ist sie nun Vollberufs-Clownin und therapiert gemeinsam mit Kollegin Massa kranke Kinder in Saarlouis mit Spaß, Magie und lächerlich großen Schuhen. „Hier sind wir sozusagen noch im Kindergarten“, erzählt Massa in der Ansprache an ihre Geburtstagsgäste. Vor Kurzem feierten die Klinik-Clowns ihr fünfjähriges Jubiläum im Marienhaus Klinikum. „In anderen Krankenhäusern geht’s schon aufs Abitur zu.“

Ins Leben gerufen wurden die Klinik-Clowns vor mittlerweile fast 18 Jahren von Margarita von Boch. Die Idee dazu war die erste, die sie in Angriff nahm, nachdem sie 1999 die Kinderhilfe Saar gegründet hatte. „Das Erstlingsprojekt liegt ihr damals wie heute wirklich besonders am Herzen“, weiß Tochter und zweite Vorsitzende Antonia Nutting von Boch über ihre Mutter zu berichten, die dem Förderverein bis heute vorsteht.

Doch ein Projekt, das von mehreren Schultern getragen wird, ist einfach stabiler. Darin sind sich die beiden Clowninnen Tilotamma und Lemonella einig. Seit einiger Zeit werden die Spaßmacher zusätzlich durch die Narren vom saarländischen Karnevalsverband unterstüzt. „Ich war erstaunt über die Spendenfreudigkeit, als wir bei einer unserer Veranstaltungen den Hut haben rumgehen lassen“, erzählt Präsident Hans-Werner Strauß. „Jetzt sammeln wir bei jeder unserer Feiern, und alles kommt den Klinik-Clowns zu.“

Das Geld hilft, den zweiwöchigen Rhythmus der Clownsbesuche beizubehalten. „Am besten wäre es wirklich, sie würden jeden Tag kommen!“, findet Erzieherin Alina Skalniak. „Manche Kinder wollen gar nicht nach Hause, bevor nicht die Clowns bei ihnen waren.“ Erstmal haben es sich die Träger zum Ziel gesetzt, den beiden einen wöchentlichen Besuch im Saarlouiser Krankenhaus zu ermöglichen.

Denn „Lachen macht einfach alles leichter“, weiß Tilotamma aus langjähriger Erfahrung. „Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell es uns gelingt, mit einfachsten Mitteln Licht ins Dunkel zu bringen.“

Deutsche Fastnacht, Ausgabe 120, 11/2018, von Astrid Anna Oertel

„Uns verbindet unser gesellschaftlicher Auftrag“

Der Verband der Saarländischen Karnevalsvereine e. V. spendete 5.000 Euro für die Arbeit der Klinik-Clowns am Marienhaus Klinikum in Saarlouis

Große Freude herrschte im „Kindertreff“ als der Scheck von 5.000 Euro für die Arbeit der Klinik-Clowninnen überreicht wurde (hintere Reihe v. l.): Hans Werner Strauß, Präsident Verband Saarländischer Karnevalsvereine mit Ehefrau Tilly, Christine Bentz, Leiterin der Krankenhausschule, Margarita von Boch, Vorsitzende Kinderhilfe Saar e.V., Judith Martini, Vizepräsidentin, Dr. Gero Birnbach, Oberarzt Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, Christian Großmann, Regionalvertreter Völklingen-Warndt, Clownin „Limonella“ alias Sarah Steffen, Patient Louis Ewen (vorne). Foto: Astrid Anna Oertel

09.07.2018

Saarlouis. „Was haben „Faasenachter“ und die Klinikclowns gemeinsam?“ Dies Frage richtete der Präsident der Saarländischen Karnevalsvereine e.V., Hans Werner Strauß an die Anwesenden, die sich anlässlich der offiziellen Spendenübergabe an Frau Margarita von Boch, Vorsitzende des Vereins „Kinderhilfe e.V. Saar“ im „Kindertreff“ des Marienhaus Klinikums zusammengefunden hatten. Gemeinsam mit seiner Vorstandskollegin, Vizepräsidentin Judith Martini und dem Regionalvertreter der Karnevalvereine Völklingen-Warndt, Christian Großmann, hatte er sich auf den Weg gemacht, um den stolzen Betrag von 5000 Euro zu überreichen. Natürlich mache zunächst mal das Verkleiden, das bunte Treiben über die Faschingstage und das Pflegen alter Traditionen große Freude, meinte Strauß, doch darüber hinaus habe man auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Während die Klinikclowns (im Marienhaus Klinikum sind es zwei Clowninnen) sich speziell der kranken Kinder annehmen und sie mit Musik, Gesang, Zauberei und Clownerie von ihrer Krankheit ablenken und ihnen die Zeit im Krankenhaus verschönern, ist die Jugendarbeit in den Karnevalsvereinen auch über die Faschingszeit hinaus ein wichtiges Thema. So wurde beispielsweise 2016 ein Musikausschuss unter der Leitung von Judith Martini gegründet, mit dem Ziel, die Jugendmusikgruppen zu schulen um während des Jahres das eine oder andere Konzert aufzuführen. „Diese Konzerte sind sehr erfolgreich“, erläuterte die Vizepräsidentin, „und da wir keinen Eintritt erheben, bitten wir seit 2016 um Spenden“. So wurden bis Ende 2017 insgesamt 5.000 Euro gesammelt, die der „Kinderhilfe e.V. Saar“/ sprich der Arbeit der Klinik-Clowninnen zugutekommen sollen. Der Verband will sich auch weiterhin in dieser Form engagieren – mit dem Ziel, „das Spenden-Ergebnis von 2017 zu toppen und zukünftig als zuverlässiger Partner das Projekt der Saarlouiser Klinik-Clowns zu unterstützen.

Mit großer Freude nahm Margarita von Boch gemeinsam mit Clownin „Limonella“, alias Sarah Steffen (ihre Kollegin „Tilotamma“, alias Marie-Gabriele Massa war leider erkrankt) den unerwarteten Geldsegen entgegen. „Dieser Betrag kommt zu 100 Prozent bei den Clowninnen an und damit den kranken Kindern zugute, da der Verein keinerlei Verwaltungskosten hat“, versicherte Frau von Boch. „Die Spende bringt uns unserem Ziel, dass die Clowninnen zukünftig jede Woche die kranken Kinder besuchen können, ein gutes Stück näher. Bisher ist dies nur alle vierzehn Tage möglich“. „Dabei ist Kontinuität sehr wichtig“, ergänzt Sarah Steffen. „Sowohl für die kleinen Patienten, die länger hier sind, als auch für das Klinikpersonal“. Als „Dankeschön“ gab „Limonella“ einen kleinen Einblick in ihre Arbeit und Zaubereien und Gesang.

Saarbrücker Zeitung vom 12.07.2018

Karnevalisten spenden für Klinikclowns

Saarlouis. Die Saarländischen Karnevalsvereine haben dem Verein Kinderhilfe Saar 5000 Euro gespendet. Das Geld soll der Arbeit der sogenannten Klinik-Clowns im Marienhaus-Klinikum in Saarlouis zugute kommen, die sich kranker Kinder annehmen.

„Die Spende bringt uns unserem Ziel, dass die Clowns zukünftig jede Woche die kranken Kinder besuchen können, ein gutes Stück näher. Bisher ist dies nur alle vierzehn Tage möglich“, sagte Margarita von Boch, Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Saar bei der Spendenübergabe.

Saarbrücker Zeitung vom 25.02.2018

Urweiler Zwergenteam spendet für Kinder in Not

Dank des ehrenamtlichen Engagements des Urweiler Zwergenteams kann sich die Kinderhilfe Saar über 6230 Euro freuen. FOTO: Bonenberger

St. Wendel. Insbesondere die Finanzierung der mutmachenden Klinikclowns ist durch das Engagement gesichert.

Das Urweiler Zwergenteam setzt sich seit Jahren für kranke und sozial benachteiligte Kinder ein: Dieses Mal ging ihr Weihnachtsmarkterlös an die Kinderhilfe Saar. Insgesamt 6230 Euro hat das Team beim St. Wendeler Weihnachtsmarkt im Zwergenwald an der Stadtmauer an Spendengeldern gesammelt.

Wie schon in all den Jahren zuvor, war die Schatztruhe des Spendenzwerges wieder prall gefüllt. Symbolisch übergab jetzt Mechthild Marx, die Sprecherin des Teams, den Betrag an Margarita von Boch, die den gemeinnützigen Verein im Jahr 1999 ins Leben rief und bis heute seine Arbeit als Vorsitzende steuert. „Dank dieser großzügigen Spende ist die Finanzierung der Klinikclowns weiter gesichert. Die kranken Kinder werden auch in Zukunft von den lustigen Gesellen besucht und somit zumindest für kurze Zeit von ihrer Krankheit abgelenkt“, freut sich von Boch sichtlich.

Die Klinikclowns verfügen über eine pädagogische und künstlerische Ausbildung und arbeiten hoch professionell. „Unser Einsatz ist immer begleitend zu den medizinischen Maßnahmen und soll keine Therapie ersetzen. Wir wollen den kranken Kindern und ihrem Umfeld dabei helfen, den Blick auf die schönen Seiten des Lebens zu richten, und sei es auch nur für eine kleine Weile“, erklärt Henning Leidinger, einer der Clowns, der extra nach St. Wendel gekommen ist, um sich beim Zwergenteam persönlich für das Engagement zu bedanken.

„Unsere Spenden gehen immer an Kinder in Not“, erklärt Mechthild Marx die Motivation und den Ansporn ihres Handelns. Weit mehr als 100 000 Euro sind seit 1998 bereits im Zwergenwald eingenommen und gespendet worden. Zum Abschluss betont Margarita von Boch zudem, dass alle Spendengelder zu 100 Prozent in die unterstützten Projekte fließen, da dank der ausschließlich ehrenamtlichen Arbeit der Vereinsmitglieder keinerlei Verwaltungskosten anfallen.

Saarbrücker Zeitung vom 21.07.2017, von Carolin Merkel

Lemonella bringt Kinder zum Lachen

Marie-Gabriele Massa (links) im Einsatz als Clownin mit Clown-Kollegin Sarah Steffen. FOTO: Carolin Merkel

Saarlouis. Sarah Steffen ist als Partnerin von Marie-Gabriele Massa im Team der Klinkclowns in Saarlouis im Einsatz.

Seit 15 Jahren ist Marie-Gabriele Massa nun schon Clownin. Seit 13 Jahren, erzählt sie, macht sie das hauptberuflich, seit fünf Jahren ist sie auch am St. Elisabeth Krankenhaus in Saarlouis dafür zuständig, dass die kleinen Patienten, aber auch deren Eltern und Geschwister alle 14 Tage was zum Lachen haben. Finanziert wird das Projekt Klinikclowns von der Kinderhilfe Saar. Die Clowns, sagt sie, sind aber auch dankbar für jede weitere Spende.

Angedacht war und ist das Programm, das Massa alle 14 Tage in den achten Stock der Klinik in die Patientenzimmer, aber auch in den Aufenthaltsraum führt, mit einem Partner. Nach einer kurzen Zeit der Vakanz konnte genau diese Stelle nun wieder vergeben werden.

Mit Sarah Steffen, sagt Massa, hat sie die ideale Partnerin gefunden. „Wir sind ein über die Jahre eingespieltes Team an Clowns, die in den Krankenhäusern im Saarland unterwegs sind und haben überlegt, wer zu uns passen könnte. Da ist mir die Sarah eingefallen, ich habe angerufen und sie hat zugesagt“, erzählt Massa, die als Clownin den schönen Namen Tilotamma trägt.

Und mittlerweile konnte die 38 Jahre alte ausgebildete Tutti-Clownin Sarah Steffen aus St. Wendel als Lemonella bereits ihre ersten Einsätze in Saarlouis mit Erfolg absolvieren. In ihrem früheren Leben, verrät Sarah Steffen, war sie als Zahnarzthelferin beschäftigt. „Aber irgendwas hat in mir angeklopft, ich wollte helfen. Aber einfach nur irgendwohin spenden, das war mir zu wenig“, erzählt sie.

Schließlich stieß sie an einem Nachmittag auf den Film „Patch Adams“, in dem sich der unvergessene Robin Williams als Arzt für mehr Menschlichkeit im Klinikalltag einsetzt. „Das war ein absolutes Schlüsselerlebnis und ich habe mich schließlich um eine Ausbildung als Clown bemüht“, erzählt Sarah Steffen. Inzwischen hat sie die einjährige Basis- und anderthalbjährige Tutti-Clown Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

„Man bekommt schon das nötige Rüstzeug mit, vor allem die Körpersprache ist wichtig. Aber wir haben unter anderem auch ein bisschen Zauberei gelernt“, berichtet sie. Vor allem aber, das betont sie, bringt sie ihren eigenen Charakter, die Lemonella in ihre Arbeit mit ein. Lampenfieber, sagt sie, das hat Frau Steffen schon, aber spätestens, wenn sie in das Kostüm der Clownin schlüpft, ist sie mutig und für jeden Spaß zu haben. „Wobei, richtig mutig sind bei uns die Kinder. Sie stehen für uns im Mittelpunkt unserer Arbeit“.

Daher sei es vor den Besuchen in den Patientenzimmern so wichtig, mit dem Pflegepersonal eine kleine Übergabe zu machen. So gut vorbereitet macht ihr die neue Aufgabe mit ihrer Kollegin Tilotamma sehr viel Spaß. Sie ist sehr froh, in Massa eine so erfahrene Kollegin an ihrer Seite zu haben. Das Programm, erklärt Massa, funktioniere auch einfach viel besser, wenn man zu zweit sei. „Vier Augen sehen da einfach mehr als zwei. Außerdem können wir dann viel individueller auf jeden Patienten eingehen“, erklärt Massa. Inzwischen, sagt sie, seien die Klinikclowns auch in Saarlouis in der Bevölkerung mit ihrem Engagement angekommen.

„Man merkt, dass unsere Arbeit wertgeschätzt wird. Besonders gefreut haben wir uns, als wir von zwei Saarlouiser Gymnasien Spenden aus der Schülerschaft bekommen haben. Damit haben gerade die Jugendlichen uns gezeigt, wie wichtig sie uns Clowns finden“, sagt Massa. Denn zusammen mit Steffen will sie auch zukünftig noch ganz vielen Patienten im St. Elisabeth ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Saarbrücker Zeitung vom 02.06.2017

Spende für die Klinik-Clowns

Saarlouis. Der Chor "Max Voices" des Max-Planck-Gymnasiums Saarlouis spendet an den Verein Kinderhilfe Saar. Der Chor veranstaltet jedes Jahr ein kostenloses Konzert in Saarlouis am Kleinen Markt. Spenden der Zuhörer werden einem guten Zweck zugeführt. Beim Konzert am 13. Mai ersang der Chor unter der Leitung von Holger Maas den Betrag von 210 Euro. Er soll an die Klinik-Clowns des Marienhaus Klinikums Saarlouis-Dillingen gehen, die Patienten der Kinderstation besuchen und Freude in den Alltag bringen. (red)

Website des Klinikums Saarbrücken, klinikum-saarbruecken.de, Beitrag veröffentlicht am 18.01.2017

10 000 Euro für die Klinikclowns

Nach der Spendenübergabe stellten sich zu einem Foto (von links) Geschäftsführerin Dr. Susann Breßlein, Prof. Dr. Jens Möller, Michael Zimmer, Pflegedienstleiter Alfred Huber, Dr. Ingrid Kojan sowie Klinikpfarrer Peter Sorg mit den beiden Klinikclowns Lolek & Tilotamma (Henning Leidinger und Maria-Gabriele Massa). Foto: Thorsten Schnitker

Das kommt nicht alle Tage vor: Eine Spende über 10.000 Euro überreichte Michael Zimmer, Geschäftsführer der m&r Kreativ GmbH in der Kossmannstraße St. Arnual, für die Klinikclowns der Kinderklinik auf dem Saarbrücker Winterberg. Dank dieser großzügigen Spende ist die Finanzierung der Klinikclowns in diesem Jahr gesichert, freuten sich die Geschäftsführerin des Klinikums Saarbrücken, Dr. Susann Breßlein, und der Chefarzt der Kinderklinik, Prof. Dr. Jens Möller. Die kranken Kinder werden auch weiterhin einmal die Woche unter dem Motto „Lachen ist gesund" von den lustigen Gesellen besucht und somit für kurze Zeit von ihrer Krankheit abgelenkt.

Für die Kreativ-Schmiede und seine Beschäftigten ist gesellschaftliches Engagement selbstverständlich. So förderte die Kommunikations-Agentur schon viele Projekte des Kinderschutzbundes, unterstützte aber auch Einzelpersonen, die durch Krankheit oder Armut in Bedrängnis geraten sind. Einen besonderen Fokus legt die Firma dabei auf die Unterstützung und Förderung von Kindern, der Zukunft unserer Gesellschaft. So stellt einmal im Monat einer der 150 Mitarbeiter ein Projekt vor, das er für unterstützenswert hält. Die Mitarbeiter spenden Geld dafür und die Firma legt dann nochmal so viel, wie zusammen gekommen ist, drauf. Seit 2017 wird die Spendensumme von der Firma sogar verdreifacht.

Die Klinikclowns wurden 2001 von der Kinderhilfe e.V. Saar im Klinikum Saarbrücken und in mehreren anderen saarländischen Kliniken ins Leben gerufen, wie die Geschäftsführerin und zweite Vorsitzende der Kinderhilfe, Dr. Ingrid Kojan, betonte. Die Klinikclowns verfügen über eine pädagogische und künstlerische Ausbildung, arbeiten hoch professionell. Inzwischen fördere der kleine Verein gesundes Schulfrühstück sowie musisch-kulturelle Bildungsangebote an mehreren Schulen im Saarland - deshalb wurden die Gelder für die Klinikclowns geringer.

Saarbrücker Zeitung vom 06.12.2016, von Nora Ernst

Bundesverdienstorden für Margarita von Boch

Bundespräsident Joachim Gauck hat Margarita von Boch aus Rehlingen-Siersburg gestern in Berlin den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen (Foto: dpa). Gauck würdigte damit ihr langjähriges Engagement für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

Saarbrücker Zeitung vom 02.12.2016, von Traudl Brenner

Die helfende Hand im Hintergrund

Lohn vom Bundespräsidenten: Höchster deutsche Orden für Gründerin der „Kinderhilfe Saar“

Setzt sich ehrenamtlich für Kinder in Not ein: Margarita von Boch. Foto: Iris Maurer

Frühstück in der Schule, Begabungen fördern und mehr: Die Kinderhilfe Saar unterstützt Kinder in vielen Belangen. Der Verein wurde von Margarita von Boch gegründet. Nun wird ihr das Verdienstkreuz verliehen.

Margarita von Boch aus Fremersdorf freut sich auf den Händedruck des Bundespräsidenten. Am kommenden Montag, dem „Tag des Ehrenamtes“, wird Joachim Gauck ihr im Schloss Bellevue in Berlin einen der höchsten deutschen Orden überreichen: Das „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“. Sie allein vertritt dabei das Saarland.

Anpacken, wo es nötig ist

Der Grund für die Auszeichnung: Margarita von Boch hat 1999 den Verein „Kinderhilfe Saar“ gegründet und leitet ihn seither, mithilfe ehrenamtlicher Mitglieder, mit wachsendem Erfolg.

Die Saarländer kennen und unterstützen diesen ungewöhnlichen Verein, der Kindern hilft, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht gut geht. Weil sie im Krankenhaus liegen. Oder weil sie mit knurrendem Magen in die Schule gehen müssen. Weil sie keine Bildungschancen haben, ihre Begabungen nicht gefördert werden. Beispiele: Von den „Klinikclowns“ werden kleine Patienten aufgemuntert und motiviert, in Brennpunkt-Schulen gibt es „frühes Frühstück“, ganze Klassen bekommen die Chance, Instrumente zu lernen. Es gibt auch schon mal Erholungsurlaub – und vieles mehr. Einzelfälle, Gruppen – die „Kinderhilfe“ packt an, wo es nötig ist. „Gerechtigkeit“ sagt Margarita von Boch „fängt bei der Bildung an“. Seit einiger Zeit tut der Verein auch viel für „Kibiz“, das Malstatter Kinderbildungszentrum der Diakonie, wo auch Kleinkinder von der „Kinderhilfe“ profitieren.

Und alles wird von den 30 Mitgliedern des Vereins ehrenamtlich organisiert und mithilfe vieler Spender finanziert. Ohne viel Aufhebens. Und jeder gespendete Cent geht in die einzelnen Projekte – nicht in Verwaltungskosten. Die große Stütze dabei ist für Margarita von Boch ihre Geschäftsführerin Dr. Ingrid Kojan, die ihren Job natürlich auch ehrenamtlich macht.

Margarita von Boch – in Argentinien aufgewachsen, verheiratet mit Eugen von Boch, Mutter von drei Töchtern, Großmama von vier Enkeln – hat schon, als ihr eigener Nachwuchs noch klein war, Hilfe für Kinder in Not organisiert, ohne daraus viel Aufhebens zu machen. Ihre Motivation: Die, denen es gut geht, sollten denen helfen, die nicht so viel Glück haben.

Bescheidene Helferin

Viel Aufhebens nach außen macht sie darum nicht. Wenn es irgend geht, tritt sie selbst nicht in Erscheinung – Ausnahme: wenn mal wieder eine besonders große Spende ankommt, wie damals, als der Fremersdorfer Johann Schellenbach ihr und ihrer Hilfs-Idee, die damals noch in den Kinderschuhen steckte, ein stattliches Vermögen vermachte, wodurch dann eine Hilfslawine ins Rollen gebracht werden konnte. Oder eben wenn, wie jetzt, der Bundespräsident ruft.

Für die Presse

Einen Pressetext zur Arbeit des Kinderhilfe e.V. Saar finden Sie

Hier